Website umziehen ohne Ausfall: So gelingt der Wechsel zu einem neuen Hoster
Schritt für Schritt erklärt: Wie Sie Website, Datenbank und E-Mails zu einem neuen Hosting-Anbieter umziehen, ohne dass Ihre Website offline ist oder E-Mails verloren gehen.

Ein Hosting-Wechsel klingt nach Aufwand und Risiko. Mit der richtigen Reihenfolge ist er aber planbar – und Ihre Besucherinnen und Besucher merken davon nichts. Entscheidend ist ein Grundsatz: Erst kopieren und testen, dann umschalten.
1. Bestandsaufnahme
Notieren Sie, was alles umziehen muss: Dateien der Website, Datenbanken, E-Mail-Postfächer, Weiterleitungen, Cronjobs und besondere DNS-Einträge, etwa für Microsoft 365 oder einen Newsletter-Dienst.
2. TTL frühzeitig senken
Die TTL (Time to Live) legt fest, wie lange DNS-Einträge zwischengespeichert werden. Senken Sie sie mindestens eine volle TTL-Periode vor dem Umzug (meist einen Tag) auf wenige Minuten. So greift die spätere Umstellung schnell überall.
3. Alles auf das neue Konto kopieren
Dateien und Datenbanken werden auf das neue Hosting übertragen. Bei einem Wechsel von cPanel zu cPanel lässt sich ein komplettes Konto inklusive E-Mails und DNS-Zone in einem Schritt übernehmen. E-Mails aus anderen Systemen werden per IMAP kopiert.
4. Testen, bevor die Welt es sieht
Über einen Eintrag in der hosts-Datei Ihres Computers können Sie die Website auf dem neuen Server aufrufen, obwohl die Domain noch auf den alten zeigt. Prüfen Sie Formulare, Logins, Shop-Funktionen und Bilder.
Tipp: Bei WordPress lohnt sich nach dem Umzug ein Blick in die Permalink-Einstellungen und den Cache – einmal speichern genügt meistens.
5. Umschalten und nachsynchronisieren
Jetzt werden die DNS-Einträge – oder die Nameserver – auf den neuen Anbieter umgestellt. E-Mails, die in der Übergangszeit noch auf dem alten Server eingehen, werden anschliessend ein zweites Mal abgeglichen.
6. Altes Hosting erst zum Schluss kündigen
Kündigen Sie beim bisherigen Anbieter erst, wenn alles läuft und alle Postfächer geprüft sind. Ein paar Tage Überlappung sind die günstigste Versicherung.
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Häufige Fragen zum Thema
Bei richtiger Vorbereitung gar nicht. Die Website läuft beim alten Anbieter weiter, bis die DNS-Umstellung erfolgt ist – und danach direkt auf dem neuen Server.
Die TTL legt fest, wie lange DNS-Einträge zwischengespeichert werden. Eine kurze TTL vor dem Umzug sorgt dafür, dass die neue Adresse nach der Umstellung schnell überall bekannt ist.
Nein, wenn die Postfächer per IMAP kopiert und nach der Umstellung noch einmal abgeglichen werden. So landen auch E-Mails aus der Übergangszeit im neuen Postfach.
Erst wenn Website und Postfächer beim neuen Anbieter geprüft sind. Ein paar Tage Überlappung sind die sicherste Lösung.



