WordPress Hosting Schweiz: Worauf Sie bei der Wahl achten sollten
WordPress Hosting in der Schweiz wählen: PHP, Caching, Staging, Backups, Sicherheit, Ressourcen und Verlängerungspreis – mit Checkliste zum Vergleichen.

Gutes WordPress Hosting erkennen Sie nicht am tiefsten Einstiegspreis, sondern an fünf Punkten: aktuelle PHP-Versionen, serverseitiges Caching, eine Staging-Umgebung, tägliche Backups mit einfacher Wiederherstellung und offen genannte Ressourcen. Dazu kommen Sicherheit, E-Mail, Support und der Preis nach dem ersten Jahr. Dieser Ratgeber zeigt, worauf Sie bei jedem Punkt achten, und endet mit einer Checkliste, mit der Sie Angebote direkt vergleichen können.
Shared Hosting, WordPress Hosting oder VPS?
Die meisten Websites von KMU, Vereinen und Privatpersonen laufen problemlos auf einem Shared Hosting, das für WordPress eingerichtet ist. Ein eigener virtueller Server lohnt sich erst, wenn Sie Root-Zugriff, eigene Software oder sehr viel Leistung brauchen. Dann sind Sie bei einem unmanaged VPS aber auch selbst für Updates, Sicherheit und Backups des Servers verantwortlich.
| Variante | Geeignet für | Wer betreut den Server? |
|---|---|---|
| Webhosting mit WordPress | Blogs, Vereins- und Firmenwebsites, mehrere Projekte | der Anbieter |
| WordPress Hosting | WordPress-Websites und kleine bis mittlere Shops | der Anbieter, mit Werkzeugen für WordPress |
| VPS (unmanaged) | grosse Shops, eigene Software, besondere Anforderungen | Sie selbst |
PHP-Version und Datenbank
WordPress empfiehlt PHP 8.3 oder neuer sowie MySQL ab Version 8.0 oder MariaDB ab Version 10.11 (Stand: Oktober 2026, wordpress.org). Ältere PHP-Versionen wie 7.4 funktionieren zwar noch, erhalten aber keine Sicherheitsupdates mehr. Achten Sie darauf, dass Sie die PHP-Version selbst wählen können, am besten pro Domain. So stellen Sie nach einem Test um und können bei Problemen zurückwechseln.
Tipp: Die aktive PHP-Version sehen Sie im WordPress-Dashboard unter Werkzeuge → Website-Zustand im Reiter «Bericht». Dort zeigt WordPress auch Empfehlungen zum Server an.
Caching: LiteSpeed, LSCache und Objekt-Cache
Ohne Cache baut WordPress jede Seite bei jedem Aufruf neu aus PHP und Datenbank zusammen. Ein Seiten-Cache liefert die fertige Seite direkt aus und verkürzt die Antwortzeit des Servers deutlich. Am wirksamsten ist ein Cache, der im Webserver selbst arbeitet:
- LiteSpeed Webserver mit dem Plugin LiteSpeed Cache (LSCache): Der Cache läuft direkt im Server, das Plugin steuert ihn aus WordPress heraus und leert ihn automatisch, wenn Sie Inhalte ändern.
- Nginx oder Apache mit einem Cache-Plugin oder einem vorgeschalteten Cache: ebenfalls wirksam, oft mit etwas mehr Einrichtungsaufwand.
- Objekt-Cache mit Redis: hält häufige Datenbankabfragen im Arbeitsspeicher und hilft vor allem bei WooCommerce, Mitgliederbereichen und anderen Seiten, die sich nicht vollständig cachen lassen.
Fragen Sie nach, ob der Cache bereits eingerichtet ist oder ob Sie ihn selbst konfigurieren müssen. Ein nicht aktivierter Cache bringt nichts.
Staging und automatische Updates
Eine Staging-Umgebung ist eine Kopie Ihrer Website, an der Sie Plugin-Updates, ein neues Theme oder eine neue PHP-Version testen, bevor Besucherinnen und Besucher etwas davon merken. Gute Angebote erstellen die Kopie mit einem Klick und übernehmen die Änderungen danach auf die Live-Website.
Updates sind der wichtigste Schutz vor Angriffen, denn viele Sicherheitslücken betreffen veraltete Plugins und Themes. Seit WordPress 5.5 lassen sich automatische Updates auch für Plugins und Themes direkt im Dashboard einschalten. Praktisch ist eine Hosting-Verwaltung, die Updates für alle Websites zentral steuert und vor jedem Update automatisch eine Sicherung anlegt.
Backups und Wiederherstellung
Ein Backup ist nur so gut wie die Wiederherstellung. Klären Sie vor der Bestellung diese Fragen:
- Wird täglich gesichert, und wie viele Tage können Sie zurückgehen?
- Sind Dateien, Datenbank und E-Mails enthalten?
- Können Sie selbst wiederherstellen, auch einzelne Dateien oder nur die Datenbank, oder brauchen Sie dafür ein Support-Ticket?
- Kostet eine Wiederherstellung etwas?
- Können Sie ein vollständiges Backup herunterladen, etwa für einen späteren Anbieterwechsel?
Tipp: Erstellen Sie ab und zu zusätzlich ein eigenes Backup und speichern Sie es ausserhalb des Hostings. So haben Sie auch bei einem Anbieterwechsel oder einem versehentlich gelöschten Konto immer eine Kopie.
Sicherheit: Firewall, Malware-Scan und 2FA
WordPress ist das meistgenutzte CMS und deshalb ein häufiges Ziel automatisierter Angriffe auf Login-Seiten und bekannte Plugin-Lücken. Achten Sie beim Hosting auf diese Punkte:
- eine Web Application Firewall (WAF), die typische Angriffe wie das massenhafte Ausprobieren von Passwörtern auf wp-login.php oder xmlrpc.php blockiert,
- einen Malware-Scanner, der Dateien laufend prüft und Schadcode meldet oder entfernt,
- getrennte Konten, damit ein gehacktes Nachbarkonto nicht auf Ihre Dateien zugreifen kann,
- kostenlose SSL-Zertifikate, die automatisch ausgestellt und erneuert werden,
- eine Zwei-Faktor-Anmeldung (2FA) für den Kundenbereich und das Control Panel.
Für WordPress selbst gibt es die Zwei-Faktor-Anmeldung über Plugins. Aktivieren Sie sie mindestens für alle Administratoren. Empfehlungen zum Schutz von Websites und Konten veröffentlicht das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS).
Ressourcen: RAM, CPU und Inodes
«Unbegrenzt» gibt es beim Hosting nicht, irgendwo liegt immer eine Grenze. Seriöse Anbieter nennen sie offen. Diese Werte sind für WordPress entscheidend:
| Ressource | Was sie bedeutet | Worauf achten? |
|---|---|---|
| Arbeitsspeicher (RAM) | wie viele PHP-Prozesse gleichzeitig laufen können | für eine Website mit wenigen Plugins genügen meist 1 bis 2 GB, Shops brauchen mehr |
| CPU-Leistung (vCPU) | Rechenleistung für ungecachte Seiten, Dashboard und Shop | wichtig bei Shops, Mitgliederbereichen und vielen gleichzeitigen Besuchern |
| Inodes | maximale Anzahl Dateien und Ordner im Konto | Cache-Dateien, Bildgrössen und Backups zählen mit |
| Speicherplatz | Dateien, Datenbank und E-Mails | schneller NVMe-Speicher ist wichtiger als besonders viel Platz |
Fragen Sie auch, ob die Ressourcen pro Konto fest zugeteilt sind. Dann bremst eine Nachbar-Website mit viel Traffic Ihre Website nicht aus.
E-Mail, Support und Verlängerungspreis
Viele WordPress-Pakete enthalten E-Mail-Postfächer für Ihre Domain. Prüfen Sie, wie viele Postfächer und wie viel Speicher inbegriffen sind und ob SPF, DKIM und DMARC eingerichtet werden können. Ohne diese Einträge landen Ihre E-Mails schnell im Spam.
Beim Support zählt, wer antwortet und wie: per Ticket, Telefon oder E-Mail, in welcher Sprache, und ob auch bei WordPress-Fragen geholfen wird oder nur bei der Infrastruktur. Ein kostenloser Umzug Ihrer bestehenden Website ist ein Pluspunkt.
Vergleichen Sie schliesslich nicht nur den Preis im ersten Jahr. Manche Angebote enthalten Rabatte, die nach 12 oder 24 Monaten wegfallen. Rechnen Sie die Kosten über drei Jahre, inklusive Domain und MWST, und lesen Sie nach, zu welchem Preis das Paket verlängert wird.
Checkliste: WordPress Hosting vergleichen
- PHP 8.3 oder neuer verfügbar, Version selbst wählbar.
- Serverseitiger Seiten-Cache, zum Beispiel LiteSpeed mit LSCache; für Shops zusätzlich Redis.
- Staging-Kopie mit einem Klick.
- Automatische Updates für Core, Plugins und Themes, mit Sicherung vor dem Update.
- Tägliche Backups, Wiederherstellung selbst und ohne Gebühr.
- WAF, Malware-Scan, kostenloses SSL und Zwei-Faktor-Anmeldung.
- Offen genannte Limits für RAM, CPU und Inodes.
- E-Mail-Postfächer mit SPF, DKIM und DMARC.
- Erreichbarer Support und Hilfe beim Umzug.
- Verlängerungspreis gleich oder klar ausgewiesen, Kosten über drei Jahre gerechnet.
Beispiel: die WordPress-Pakete von HostOn
Bei HostOn laufen die WordPress-Pakete auf LiteSpeed-Servern mit NVMe-Speicher. LiteSpeed Cache ist vorkonfiguriert, Staging und automatische Updates sind enthalten, JetBackup sichert täglich, und Imunify360 schützt vor Malware. Die PHP-Version wählen Sie pro Domain selbst. Alle Pakete werden jährlich abgerechnet und verlängern sich zum gleichen Preis (inkl. MWST, Stand: Oktober 2026):
| Paket | Websites | RAM / vCPU | Speicher | Preis pro Monat |
|---|---|---|---|---|
| WordPress Säntis | 1 | 2 GB / 1,5 | 40 GB | CHF 10.90 |
| WordPress Titlis | 5 | 4 GB / 2 | 100 GB | CHF 16.90 |
| WordPress Matterhorn (mit Redis) | 10 | 8 GB / 4 | 250 GB | CHF 24.90 |
Häufige Fragen zum Thema
Das hängt von Ressourcen, Anzahl Websites und Funktionen ab. Bei HostOn beginnt WordPress Hosting bei CHF 10.90 pro Monat inkl. MWST; vergleichen Sie bei jedem Anbieter auch den Preis bei der Verlängerung.
WordPress empfiehlt PHP 8.3 oder neuer. Ältere Versionen funktionieren teilweise noch, erhalten aber keine Sicherheitsupdates mehr. Testen Sie einen Wechsel zuerst auf einer Staging-Kopie.
Technisch laufen beide oft auf denselben Servern. WordPress Hosting bringt zusätzlich auf WordPress zugeschnittene Werkzeuge mit, etwa vorkonfiguriertes Caching, Staging und zentral gesteuerte Updates.
Meistens ja. Warenkorb, Kasse und Kundenkonto lassen sich nicht vollständig cachen. Deshalb zählen dort mehr Arbeitsspeicher, mehr CPU-Leistung und ein Objekt-Cache wie Redis.
Mindestens einmal täglich und zusätzlich vor jedem grösseren Update. Ebenso wichtig ist, dass Sie selbst und ohne Wartezeit wiederherstellen können.
Ja. Dateien und Datenbank werden kopiert und auf dem neuen Hosting getestet, erst dann wird die Domain umgestellt. HostOn übernimmt diesen Umzug für WordPress-Pakete kostenlos.



